You never know what Future brings!

Ich habe lange im Voraus überlegt, ob ich diesen Post hier veröffentlichen soll. Lange hatte ich den Mut dazu nicht. Ist es zu persönlich? Ist es ein Tabu-Thema? Nein, das sollte es auf keinen Fall sein. Und darum lest ihr jetzt folgende Zeilen. Gestern hatte ich einen Frauenarzt-Termin. Alle Frauen wissen, keine angenehme Angelegenheit. Aber man überlebt es. Was mir aber da jedes Mal aufs neue zu schaffen macht, sind die vielen Pärchen. Die glücklichen Pärchen, die ein Kind erwarten. Nein, versteht mich nicht falsch, ich gönne es jedem einzelnen dieses Glück. Aber, ich werde da jedesmal bewusst daran erinnert, dass ich das nie erleben werde. Nicht, weil ich denke niemals den passenden Partner zu finden. Die Tatsache ist, dass ich selbst niemals eigene Kinder bekommen werde. Ich werde nie eine Schwangerschaft erleben. Viele werden sich jetzt denken "WHAT?!?!". Ich erkläre es euch:

Ich folge vielen Mütter und zukünftigen Mütter auf Instagram und ich freue mich jedesmal wie ein Schnitze, wenn wieder jemand ein kleines Wunder auf die Welt gebracht hat. Und doch schmerzt es. 

Mit 18 Jahren wurde mir mitgeteilt, dass ich unter keinen Umständen schwanger werden dürfe. Grund? Ich war gesundheitlich sehr schwach. Eine Schwangerschaft hätte ich im Krankenhaus verbracht und die Geburt vielleicht nicht überlebt. Irgendwann wurde mir auch klar, dass meine Krankheit vererbbar ist. Heisst: Hätte mein Partner das Träger-Gen (Bedeutet, dass er dann die Veranlagung der Krankheit hätte, er selbst aber nicht krank ist) gäbe es zu 50% ein Kind mit der selben Krankheit wie ich. Und das würde ich unter keinen Umständen wollen.

Als dann mit 20 eine Transplantation in Erwägung gezogen wurde, war einer der ersten Sätze: Nach einer OP werde ich nie Kinder bekommen können. Die Medikamente, die ich nehmen muss, damit meine Lunge nicht abgestossen wird, können in einer Schwangerschaft gefährlich für das Kind werden. Ich habe mich also für ein Weiterleben entschieden und gegen das Kinder kriegen.

Damals war das alles noch nicht so schlimm für mich. Aber umso älter ich werde desto mehr beschäftigt mich dieses Thema. 

Meinen Mann könnte man vor der Familienplanung testen. Die Medikamente aber werde ich niemals absetzen können. Ich liebe mein Leben, ich bin froh dies hier überhaupt schreiben zu können. Und vielleicht wird e ja irgendwann doch möglich sein und sonst ist da ja noch die Möglichkeit Pflegemama zu werden.

Spätestens nach dem Film Lion als Saroo herausfindet, dass seine Adoptivmama sehr wohl Kinder hätte bekommen können, Sie aber lieber zwei verwaisten Kinder ein Zuhause und Eltern geben wollte hab ich neuen Mut gefasst. Und wenn ich darüber nachdenke, steckt so viel Wahrheit dahinter. Wer weiss was die Zukunft bringt... 

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Kommentare: 3
  • #1

    Sara (Mittwoch, 06 Juni 2018 20:24)

    Liebi Elli
    Läck, was förne Text... I ha kei Wort för das! So vell Hoffnig steckt grad ide letzte Ziile, i wär gärn so positiv wie du! ❤️

  • #2

    Katja (Mittwoch, 06 Juni 2018 23:00)

    Das chani völlig nochevollzieh, mini Erchrankig esch au vererbbar ond i wetti die i mim chend ned atue....au mer händ d Ärzt gseid, dasses onder de aktuelle Therapie öberhaupt ned sennvoll esch, schwanger z wärde...Danke för din muetig Text...

  • #3

    Tatj (Dienstag, 04 September 2018 11:09)

    Ich glaube, du wirsch mal es wunderbars Mami. Egal, ob vo dine liibleche Chinder oder vo adoptierte/Pflegechinder ...