Story about my Tattoos #3

Nach einem Tag Pause mache ich jetzt weiter mit meiner Tattoo-Reihe. 

Ich weiss, dass es Menschen gibt, die die Tattoos nach meiner Operation nicht toll finden. Ich respektiere diese Meinungen, aber respektiert auch meine Sicht zu dieser Sache. Das vorab, bevor irgendwelche belehrenden Kommentare kommen.

Nun zu dem eigentlichen Grund für diesen Post.

Es war zwischen August und September im Jahr 2014. Damals war ich auf der Intermediate Care Station, bangte um mein Leben, als ein Lied ständig im Radio lieft. Ich habe es damals nie richtig war genommen, irgendwann gab es mir auch ziemlich auf den Wecker. Ich wusste damals noch nicht, dass ich diesem Lied und auch dem Album, irgendwann ziemlich viel Wert schenken würde. Nach meiner Operation hab ich Morgens oft MTV auf dem Fernseher laufen lassen, Und dieses Lied kam immer noch. Und dann achtete ich auf den Text und merkte, welche Worte der Sänger in diesem Lied singt.

"Wir haben Flügel, schwör'n uns ewige Treue, 

vergolden uns diesen Tag. Ein Leben lang ohne Reue, vom ersten Schritt bis ins Grab.

Ein Hoch auf das, was vor uns liegt, dass es das Beste für uns gibt.

Ein Hoch auf das, was uns vereint, auf diese Zeit.

Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben, auf den Moment, der immer bleibt.

Ein Hoch auf uns, auf jetzt und ewig, auf einen Tag Unendlichkeit!"

In diesem Moment war für mich klar, dieses Lied ist wie für mich und meinen Spender geschrieben. Die Worte muss ich, glaube ich, nicht weiter erklären. Auch bei meinem ersten Tattoo ist der Text selbst erklärend. Als ich endlich wieder zu Hause war nach meiner Operation, hörte ich auch oft die anderen Lieder auf dem Album "Hey". Im ersten Jahr hatte ich praktisch für jedes Lied auf der CD einen prägenden Moment. Der Wunsch diesen Text des Liedes "Auf Uns!" nicht nur in meinem Kopf und in den Ohren zu haben, wurde mit den Monaten, die nach der Transplantation vergingen, immer stärker. Er sollte unter die Haut, ein Dankeschön an meinen Spender. Und so kam es kurz vor meinem 23 Geburtstag so, dass ich beim Tätowierer meines Vertrauens sass und mir die Worte unter die Haut stechen liess. Dieses Lied höre ich mittlerweile nicht mehr jeden Tag. Aber ich habe es lange getan. Das heisst aber nicht, dass ich meinem Spender nicht mehr dankbar bin. Ich bin es jeden Tag. 

Wie ihr wisst, bin ich niemand der irgendwen überreden will, unbedingt Spender zu werden. Aber denkt an meine Worte: Es ist nicht wichtig WIE sondern DASS ihr euch entscheidet. 

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