Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung

Hi Leute.

Viele von euch werden es wohl mitbekommen haben Vorallem die, die mir auf Instagram folgen. Seit ich mein Praktikum angefangen habe, bin ich ständig krank., fühle mich nicht gut oder bin einfach nur schlapp. Seit zwei Wochen schleppe ich nun auch noch eine Erkältung hinter mir her. Mein Körper fordert mich heraus. Ich fehle dadurch ständig auf der Arbeit und das zerrt enorm an meinem schlechten Gewissen, an meiner Stimmung. Ich weiss, dass mein Gesundheit vor geht und wichtiger ist, aber für mich ist auch die Arbeit wichtig. Für mich ist es Lebensqualität. Das mag jetzt für einige wahrscheinlich total doof klingen. Ich habe einen sehr Verständnisvollen Chef, so viel Verständnis hatte ich in meiner ersten Ausbildung nicht einmal Ansatzweise, aber trotzdem ist da immer dieses hässliche Gefühl im Bauch, wenn ich mich wieder krank melden muss. Ich überschätze mich oft, gehe manchmal trotz krank sein arbeiten und denke oft ich packe den Tag schon irgendwie. Ich will dieses Praktikum so gut wie möglich abschliessen, ich möchte diese Lehre abschliessen. Aber dann gibt es da noch diese eine Sache die ich immer öfters vergesse. Mit einer Transplantierten Lunge bin ich zwar um einiges fitter als ich es vorher war, aber ich bin immer noch angeschlagen. Ich brauche länger um Infekte zu bekämpfen, ich brauche mehr Ruhe als andere. Mein Kopf will das oftmals nicht einsehen, auch wenn das Herz laut danach schreit. Ich befinde mich oft im Zwiespalt zwischen: "So schlimm ist's gar nicht, ich geh arbeiten..." und "Scheisse, eigentlich sollte ich vielleicht doch im Bett bleiben, sonst büsse ich das am Ende mit Krankenhaus..." Ich arbeite momentan noch 100%. Als ich am letzten Freitag heulend bei meinem Arzt sass und nicht wusste was das beste für mich sei, holte mich mein Arzt auf den Boden der Tatsachen zurück. Als ich mich vor einem Jahr auf die Suche nach einem Praktikumsplatz machte, war das Arbeitspensum schon einmal Thema. Die Ärzte empfehlen jedem Transplantierten 80% maximal. Ich dürfe aber 100% durchziehen, wenn ich mir das zutraute. Und ich traute es mir natürlich sofort zu. Ich hatte schliesslich meine erste Ausbildung mit viel weniger Kraft mit 100% durchgezogen, also würde ich das hier locker schaffen. Aber mein Körper reagierte bei den 100% dann doch anders als ich mir das erhoffte. Bei dem Gespräch am Freitag wurde dann beschlossen, das diese 100% auf Dauer für meine Gesundheit eher kontraproduktiv sei und ich nicht mehr auf diesem Pensum arbeiten dürfe. Ich war einerseits froh über diesen Entscheid, weil ich so wohl mit der Gesundheit sicherlich besser dran war, andererseits war ich total am Boden zerrstört weil es meine ganzen Vorstellungen irgendwie über Bord zu werfen drohte. In meinem Kopf hörte ich wieder den kleinen Teufel lachen, wie er mich zugrunde machte, Ich sei zu nichts zu gebrauchen und dann wieder den Engel, der mir gut zuredete. Dazu kam dieses ungute Gefühl vor dem Gespräch mit meinem Chef. Nach dem ich aber dieses Gespräch hatte mit meinem Chef, geht es mir durchaus besser als vorher. Es ist ein Stein der mir vom Herzen gefallen ist und ich weiss nun, es war ein guter Entscheid so. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Seraina (Montag, 13 November 2017 21:28)

    Staaarch eli! I weiss us eigeter erfahrig wie eim de entscheid cha fertig mache unds tüüfeli immr weder chonnt cho pisake.. aber du bisch stärker! Bin sehr stolz uf dech, lueg uf dech du bisch vell z wechtig <3