Feel my way through the darkness

Hallo meine Lieben. Es ist leider ja erdt einen Monat her, als ich euch das letzte Mal davon berichtete, dass mich wieder Panikattacken geplagt haben. Es hat mich leider letzte Woche wieder erwischt. Heute möchte ich euch davon genauer erzählen. Warum? 

Leider gibt es in unserer Gesellschaft immer noch Menschen, die Panikattacken bzw. Allgemein Psychische Probleme verharmlosen und herunterspielen und gegenüber Betroffenen überhaupt kein Verständnis zeigen. Ich persönlich habe das Glück, dass es in meinem Freundeskreis bzw. Familienkreis keine solche Menschen gibt und jeder einzelne, mit dem ich näher Kontakt habe, dieses Verständnis mir gegenüber bringt. Andere haben das leider nicht. Und solche Dinge machen mich traurig. 

Eine Panikattacke bzw. Angstzustände sind nicht einfach ein guter Witz des Tages. Es zählt als Krankheit. Mit Krankheit meine ich nicht irgendeine Grippe von der man sich über Nacht wieder erholt. Ängste begleiten einen. 24h Stunden. Sie lassen einen nicht schlafen. Man geht durch die Hölle. Wer von euch schon mal harte Drogen genommen hat und einen darauf folgenden schlechten Tripp erlebt hat, kann etwa nach fühlen was ich meine. Das Einzige was man sich in solchen Momenten wünscht, ist, dass es so schnell vorbei geht und oft mal sieht man das Ende nicht. Man denkt, es hört niemehr auf. Man muss sich das so vorstellen: Man fährt mit einem Auto in einen Tunnel und es wird alles Schwarz. Kein Licht. Nichts. In meinem Fall bedeutet mein Tunnel, die Fahrt in den Tod. Das heisst nicht einmal, dass in diesem Moment wirklich für mich die Gefahr besteht, dass ich Tod umfall. In meinem Fall sehe ich mich, ich glaube, ich hab das schon mal erzählt, wieder im Krankenhaus, nicht transplantiert und dem Ersticken nahe. Der Tod hat bei mir auch Gestalt. Ein kopfloses Wesen mit zwei fordernden Händen, die mir wortwörtlich an die Gurgel wollen, in weissem Arztkittel. Warum um alles in der Welt das genau ein Arzt ist, kann ich mir nur so erklären: Vor meiner Transplantation wurde mir gesagt, dass man mir keine weiteren Antibiotikas geben kann um mir zu helfen. Kurz: keine Lunge = Todesurteil. 

Eine Angst kann man auch nicht einfach wieder aus dem Hirn löschen. Sie brennt sich in die Seele ein, wie ein Siegel auf den Brief. Und ist sie einmal da, verschwindet sie auch nie ganz wieder. Aber sie wird besser. Und dafür braucht es Zeit, sehr viel Zeit... Eure Elii :*

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